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Die Pflege des Hundes und damit verbunden
die Früherkennung von Krankheiten

Regelmässige Pflege des Hundes dient nicht nur der körperlichen Sauberkeit und Schönheit, sondern die regelmässige Beschäftigung mit dem Körper des Tieres hat auch eine soziale Komponente. Ihr Hund gewinnt mehr Vertrauen zu Ihnen und Sie haben es bei eventuellen Erkrankungen Ihres Hundes dann leichter, wenn Sie an seinem Körper Hantierungen vornehmen müssen, die ihm unangenehm sind, oder vielleicht sogar schmerzen bereiten. Er wird dann zu Ihnen volles Vertrauen haben und wird sich auch in Verbindung mit der Unterordnung vom Tierarzt in Ihrem Beisein leichter behandeln lassen.

Bei der regelmässigen Pflege wird Ihnen das normale Verhalten Ihres Hundes bekannt und Sie erkennen rechtzeitig, wenn sich an diesem Verhalten krankheitsbedingt etwas ändert. Woran sind Veränderungen bei erkrankten Hunden festzustellen?

Solche im äusseren Erscheinungsbild:

Alles, was anders ist als sonst.

Trauriges, unlustiges, mürrisches, übellauniges Benehmen.

Häufiger Lagerwechsel, Schreckhaftigkeit, hochgradige Unruhe, planloses hin- und herlaufen, winseln, stöhnen, aufschreien, heulen, ängstlich sein. Benommenheit, Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt, ausdrucksloser Blick, langsamer schleichender Gang, Schlafsucht, vorübergehende Bewusstseinsstörung (Schwindelanfälle und Ohnmacht) und anderes.

Veränderung am Körperbau und ernährungsbedingte Veränderungen:

Falsche Lagerung der Knochen, gebrochene Knochen, sichtbare Formveränderungen des Knochengerüstes, Verschlechterung des Ernährungszustandes (Abmagerung), festliegende Haut, übermässiger Fettansatz, Haarausfall, stumpfes, glanzloses Haarkleid
u.a.

Veränderungen an den Schleimhäuten und der Haut:

Auffallend blasse oder anderweitige Verfärbung der sichtbaren Schleimhäute, wie Augen- bindehaut, innere Schleimhaut des Fanges. Haut der inneren Schenkelflächen und des Bauches, trockene, harte, heisse oder kalte Haut, übler Geruch der Hautausdünstung, blasse, schmerzunempfindliche oder teigige Anschwellung der Haut.

Veränderung der Körpertemperatur und des Pulsschlages:

Die Normaltemperatur eines Hundes liegt zwischen 38,3 und 39 Grad Celsius.

Der Puls beträgt bei grösseren Hunden 60 bis 80 Schläge pro Minute, der von kleineren 100 bis 120.

Atemzüge in Ruhestellung 12 bis 24.

Neben Fieber finden wir frösteln, Pulssteigerung, Vermehrung der Atemzüge, Mattigkeit, Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit.

Eiterungsprozesse, Infektionen, Quetschungen und Verletzungen sind oft auch mit Fieber verbunden.

Der Pulsschlag kann sich auch durch Angst, Schrecken, Freude, nach langer und anstrengender sportlicher Betätigung oder sonstigen Anstrengungen erhöhen. Der Puls wird an der Innenseite des Oberschenkel gefühlt.

Verlangsamung des Pulses kennt man bei Vergiftungen, Beschleunigung des Pulses bei Fieber, Herzschwäche und Blutverlust. Aussetzen oder völlig unregelmässiger Puls bei Herzleiden.

Wenn Sie mit Ihrem Hund einen Tierarzt aufsuchen müssen, dann sollte die Bezugs- person dabei sein, die dem Tierarzt genaue Auskünfte über die Krankheitssymptome, Beschaffenheit des Kotes, des Urins usw. geben kann, da das Fehlen dieser Angaben es dem Tierarzt manchmal unmöglich macht, eine schnelle Diagnose zu stellen.

Pflege des Hundes

Haarkleid:

Wir kennen bei den einzelnen Hunderassen verschiedene Haararten, wie:

    • Langhaar (z.B. Collie)
      Stockhaar (Deutscher Schäferhund)
      Kurzhaar (Boxer)
      Stichelhaar (Foxterrier)
  • und
      • Getrimmte Hunde (Alle Rassen, deren Fell erst künstlich zugeschnitten werden muss, damit sie dann erst so aussehen, wie es die neueste "Standard-Mode" vorschreibt (Beispiel: Pudel)

    Das natürliche Haarkleid des Hundes ist das Stockhaar mit Unterwolle, wie es z.B. der Deutsche Schäferhund besitzt. Dieses Haarkleid ist pflegeleicht und witterungsbeständig. das lange Deck- und Grannenhaar schützt wie Dachschindeln die Unterwolle und die Haut vor Feuchtigkeit und die Unterwolle ist ein hervorragender Schutz vor Kälte. Dazu kommen noch die sogenannten Sinnes- und Tasthaare, die wir an den Kehlwarzen, an den Augenbrauen, am Schnurrbart und am ganzen Körper verteilt finden. Diese geben dem Hund Sicherheit zum Beispiel bei völliger Dunkelheit, weil in ihren Spitzen Nerven enden, die zum Tasten hervorragend geeignet sind.

    Pflege des Haarkleides:

    Jeder Hund, ausser den getrimmten, kommt zweimal jährlich in die Haarung, das heisst er stösst altes, abgestorbenes Haar und Unterwolle ab. Gerade die Frühjahrshaarung verläuft bei manchen Hunderassen sehr spektakulär. Das Haarkleid wird teilweise in ganzen "Platten" abgestossen. So einen abrupten Verlauf kann man etwas verhindern, indem man rechtzeitig und vor allem regelmässig, den Hund gründlich auskämmt und bürstet. 

    Das regelmässige Baden des Hundes ist nicht notwendig, wenn der Hund regelmässig gepflegt (kämmen und bürsten) und in sauberen Wohnungen gehalten wird. Sollte es trotzdem mal notwendig werden, weil sich der Hund in etwas "Übelriechendem" gewälzt hat oder stark verschmutzt ist, dann müssen Sie unbedingt eine rückfettende spezielle Hundeseife benützen, um nicht mit einem ungeeigneten Waschmittel (oder Shampoo) den Fett- und Säuremantel auf der Haut des Hundes zu zerstören. Dies könnte zu unangenehmen Hauterkrankungen führen.

    In der Regel reicht es, den Hund regelmässig zu bürsten und auszukämmen und im Sommer des Öfteren in sauberen Gewässern planschen oder schwimmen zu lassen.

    Die entsprechenden Bürsten oder Kämme richten sich nach dem Haarkleid Ihres Hundes. Lassen Sie sich hier in einem Fachgeschäft beraten. 

    Krankhafte Veränderungen:

    Stumpfes, sprödes, trockenes, übel (ranzig) riechendes Fell. In Verbindung mit trockener Haut, Schuppen, Haarbruch, Dauerhaarung des Deckhaares, Ekzeme, schwarzes Haar wird rötlich.

    Mögliche Ursachen:
    Mangel- bzw. Fehlernährung (z.B. Mineralstoffmangel), mangelhafte Pflege.

    Ekzeme sind manchmal auch auf seelische Ursachen zurückzuführen, wenn zum Beispiel der Hund längere Zeit unter Einsamkeit leidet oder vernachlässigt wird.

    Beifutter, welches die meisten Haar- und Hauterkrankungen verhindert:
    Eine ausgeglichene Mineralstoffmischung, Bierhefe, Eidotter, täglich ein Teelöffel kaltgepresstes Öl, Knoblauch, (essentielle Fettsäuren)

    Äussere Parasiten:

    Flöhe, Läuse, Zecken, Haarlinge, um nur die häufigsten zu nennen. Flöhe und Läuse müssen mit einem vom Tierarzt empfohlenem Mittel bekämpft werden. Die Liegeflächen des Hundes müssen desinfiziert werden, weil sich gerade in Decken oder Fellen die Brut dieser Plagegeister aufhält und den Hund immer wieder aufs Neue befallen würden. 

    Zecken entfernt man am einfachsten mit einer speziellen Zeckenpinzette. Wichtig ist es, die Zecke nicht am Körper anzufassen, da man so den Leibesinhalt in die Blutbahn des Wirtes drängen würde. Man setzt die Pinzette somit am Kopf an und zieht die Zecke gerade heraus. Nach jedem Waldspaziergang oder wenn sich der Hund im Gebüsch auf- gehalten hat ist er nach Zecken abzusuchen. Die anfälligsten Monate sind die, wenn es warm und feucht ist, oder im Herbst. Ein starker Zeckenbefall kann für den Hund ge- fährlich werden. Zur Vorbeugung gegen Zeckenbefall sind eine Reihe von Sprühmitteln auf dem Markt: Verwenden Sie aber nur solche, die für den Hund nicht giftig sind. Knoblauch in der täglichen Nahrung unseres Hundes verhindert in der Regel vermehrten Zeckenbefall. 

    Grütz- und Talgbeutel:

    Auch Griesbalg oder Haarbalggeschwulst genannt, entsteht durch Verletzung oder Quetschung des Haarbeutels, der sich durch Infektion mit einer Griesbreiähnlichen Massen füllt und wie ein grosses "Wimmerl" aussieht. Manche Hundehalter versuchen dieses Gebilde auszudrücken, was nur zum Teil gelingt. Es füllt sich immer wieder mit diesem Sekret und es muss zur Beseitigung der ganze Haarbalg herausgeschält werden

    Nun zu den einzelnen Körperteilen des Hundes: 

    Nasenspiegel:

    Er soll feucht und sauber sein. Nach "wichtigen" Grabarbeiten des Hundes kann der Nasenspiegel mit Resten von Lehm verkrustet sein, der dann mit lauwarmen Wasser gesäubert und bei Trockenheit mit Vaseline eingefettet wird, um die Sprödigkeit und sich bildende Risse zu vermeiden. 

    Nasenfluss:

    Wenn er eitrig und schleimig ist - den Arzt aufsuchen!

    Bei Schnupfen des Hundes kann er wässrig und klar sein - Entwicklung beobachten und bei Fieber den Arzt konsultieren.

    Blutiger Ausfluss deutet auf eine innere Verletzung hin, die der Arzt beurteilen muss. Kommt Blut aus beiden Nasenlöchern - sofort! den Arzt aufsuchen. 

    Lippen:

    Die Lippen sollten immer feucht und geschmeidig sein. 
    Bei einem normalen Hund sind die Lippen fest und geschlossen, aber auch hier sind den Züchtern einiger Rassen Änderungen "gelungen", die zu herabhängenden Lefzen führen. Diese Hunde "sabbern mehr oder weniger vor sich hin, was das Zusammenleben mit diesen Hunden in der Wohnung nicht sehr angenehm macht.

    In solchen "Maultaschen" sammeln sich natürlich verschiedene Rückstände (Essensreste, Umweltschmutz usw.), die bei mangelnder Pflege verkleben und von der Hundezunge nicht mehr entfernt werden können. Daraus kann sich ein sogenannter Lippenschorf oder ein Lippenekzem entwickeln. Dies muss mit einer vom Tierarzt verschriebenen Salbe behandelt werden.

    Regelmässige Pflege mit normalen Lauwarmen Wasser und wenn notwendig mit etwas Vaseline, verhindert in der Regel solche Erkrankungen. 

    Augen:

    Die Augen sollen klar und lebhaft sein. 

    Nicht normal: Fortschreitende Eintrübung des Glaskörpers, farbliche Veränderungen, eitrige Ausflüsse, Entzündungen der Bindehaut, Hervorquellen des Auges, mechanische Verletzungen. 

    Die Augenlider sollen normal anliegen und das Eindringen von Schmutz verhindern. Auch hier verdanken wir dem "Züchterfleiss" eine weitere perverse Abnormalität. Die Augenlider mancher Rassen hängen blutunterlaufen herunten und müssen ein Leben lang mit Tropfen behandelt werden, was nicht verhindert, dass diese Augen ständig tränen. 

    Ein Entropium nennt man, wenn die Augenlider nach innen gerollt sind und die Wimpern die Bindehaut und das Auge permanent reizen und Schmerz bereiten. 
    Ein Ektropium bedeutet das Gegenteil. Hier ist das Augenlid nach aussen gerollt. Beide Erkrankungen müssen operativ korrigiert werden

    Bindehautentzündung kann durch Zugluft (offenes Fenster im Auto) entstehen. Wenn Sie mit normaler Augensalbe oder Tropfen nach drei Tagen nicht ausgeheilt ist, müssen Sie einen Tierarzt aufsuchen.

    Augenpflege:

    Mit normalen Wasser (lauwarm) und Watte mehr oder weniger regelmässig auswaschen. Kein Borwasser benützen. Die Haare um das Auge herum fallen sonst aus und es bildet sich die sogenannte "Borwasserbrille".

    Zähne:

    Zunächst auf Vollzahnigkeit des Gebisses achten. 

    Das Milchgebiss hat 28 und das Vollgebiss nach der Zahnung 42 Zähne. Bei der regelmässigen Pflege ist auf eventuelle Fremdkörper zwischen den Zähnen (Knochensplitter o.ä.), Zahnstein, ab- oder ausgebrochene Zähne zu achten. Zahnstein muss regelmässig entfernt werden. Durch hartes Beifutter, wie Hundekuchen, Kalbsknochen, hartes Brot, Ochsenfiesel oder Kauknochen, kann die übermässige Bildung von Zahnstein vermieden werden.

    Wie bei allen Schleimhäuten des Hundes ist es auch beim Zahnfleisch wichtig, dass Sie wissen, wie die Farbe im gesunden Zustand aussieht. Sie erkennen dann sofort eine Erkrankung. Das gesunde Zahnfleisch ist rosarot, straff und ohne Wucherungen.

    Wenn Ihr Hund durch einen abgebrochenen Zahn Schmerzen hat, er zeigt es spätestens, wenn er das Futter verweigert, dann müssen Sie den Tierarzt aufsuchen. Auch Überkronungen bei Hunden sind möglich. 

    Ohren:

    Jedes Laufraubtier in der Natur hat Stehohren, weil es sie zum Hören und für seine Körpersprache braucht. Durch den uns schon bekannten Züchterfleiss wurden unsere Haushunde darüber hinaus aber auch mit Kippohren, Hängeohren und einer besonderen Perversion, den kupierten Ohren, ausgestattet. 

    All dieser Ohren bedürfen aber der Pflege. Der äussere Gehörgang des Hundes ist mit grösseren und kleineren Härchen behaart, die eine Verschmutzung des inneren Gehörganges verhindern sollen. Durch angeborene Gehörgangsverengung, Eindringen von Wasser und Verstopfung durch Ohrenschmalz oder Ohrmilbenbefall kann es zu einer Ohrenentzündung, auch Ohrenzwang kommen. Durch regelmässiges Einträufeln einer Pflegeflüssigkeit können solche Erkrankungen verhindert werden. 

    Der Hund zeigt Ohrenerkrankungen an, indem er anfangs vorsichtig am Ohr kratzt, dann heftig den Kopf schüttelt und den Kopf in Richtung des erkrankten Ohres schief hält. Es kann sich auch um einen eingedrungenen Fremdkörper handeln. 

    Hunde mit Hängeohren können aus den Ohren bestialisch stinken, wenn die Ohren nicht regelmässig gepflegt und ausgetrocknet werden, weil die durch das Herabhängen nicht selbst austrocknen können. 

    Um noch beim Kopf des Hundes zu bleiben. Bei der regelmäßigen Beschäftigung mit dem Körper des Hundes sollte uns eine eventuelle Lymphdrüsenschwellung (fühlbar zwischen Kiefergelenk und Ohr) auffallen, die auf eine Infektion hindeutet und vom Arzt beurteilt werden muss. 

    Eine Mandel- oder Halsentzündung des Hundes zeigt sich, indem er seinen Speichel nicht mehr schluckt und dieser "rotzig" aus den Lefzen hängt.

    Pfoten:

    Krallen:

    Der Hund ist ein Zehengänger. das heisst, dass er sich seine Krallen bei artgerechter Bewegung selbst abläuft. Durch Mangelernährung (Calciummangel), meistens schon in den ersten Lebenswochen, treten viele, besonders grössere Hunderassen, in den Vorderfussgelenken so stark durch, dass sie mit den Krallen nicht mehr ausreichend den Boden berühren. De Krallen laufen sich nicht mehr ab und müssen geschnitten werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass das "Leben" der Kralle nicht abgeschnitten wird. Es muss nur der zu lange Zehennagel abgeschnitten werden.
    Bei der Pflege auch auf eingerissene Krallen achten, im Bedarfsfall mit der Nagelfeile zufeilen.

    Ballen:

    Auf den Ballen läuft der Hund und sie werden demnach auch entsprechend beansprucht. Bei Fahrradtouren auf Asphaltstrassen können sie sehr "abgeschmirgelt" werden, so dass der Hund mit blutigen Füssen nach Hause kommt. Bei untrainierten Hunden sind solche Gewaltmärsche zu unterlassen.

    Die Ballen müssen regelmässig überprüft werden. Bei Verletzungen können Ent- zündungen oder Verhärtungen entstehen. Gelegentliches Abwaschen und Einfetten mit Vaseline pflegt die Ballen.

    Im Winter ist aufgenommenes Streusalz durch Waschen zu entfernen. Vor dem winterlichen Spaziergang ist das Einfetten mit Hirschtalg oder einem entsprechenden Schutzspray sehr gut.

    Bei einem hinkenden Hund sind zunächst einmal die Ballen auf eingetretene Fremd- körper zu untersuchen.

    Hunde mit starker Behaarung zwischen den Zehen leiden im Winter sehr unter Eis- klümpchen, die zwischen den Zehen Schmerzen bereiten. Hier hilft wieder Hirschtalg, oder die vorherige Entfernung der starken Behaarung.

    Geschlechtsteile:

    Die Scheide der Hündin ist auf eventuell aussergewöhnlichen Ausfluss zu kontrollieren. Normalerweise wird eine Hündin zweimal im Jahr läufig. Die Regelblutungen sind normal. Sie pflegt sich in dieser Zeit mehr oder weniger selbst. Für Hündinnen, die in der Wohnung gehalten werden, gibt es Schutzhöschen, um die Blutspuren auf dem Boden zu verhindern. Unregelmässige Hitzeperioden sind mit dem Tierarzt zu besprechen.

    Scheinträchtigkeit kommt bei Hündinnen, die nicht gedeckt werden, öfter vor und kann sehr unangenehm sein. Der Tierarzt kann Sie hier ebenfalls beraten.

    Bei Rüden bilden sich ab einem gewissem Alter am Geschlechtsteil eiterfarbene Tröpfchen, die in der Wohnung zu sehr unangenehmen Verschmutzungen führen. Regelmässige Vorhautspülungen mit einem vom Tierarzt empfohlenem Mittel verhindern eine sich sonst entwickelnde Vorhautentzündung beim Rüden.

    Die Hoden des Rüden sind hier und da auf eventuelle Geschwülste oder Veränderungen zu überprüfen

    Bei Welpen, die nur einen oder keinen Hoden haben, ist der Tierarzt zu Rate zu ziehen. Hoden, die sich nicht im Hodensack, sondern innerhalb der Bauchdecke befinden, können dem Hund später Schwierigkeiten machen. Beim Kauf eines Welpen auf Vollzahnigkeit und Hoden achten.

    Urin:

    Der Urin des Hundes muss bei der Abgabe strahlen, nicht nur tröpfeln. Die Farbe soll hellgelb bis dunkelgelb sein. Der Geruch ist leicht knoblauchartig.

    After:

    Schauen Sie Ihrem Hund ruhig öfter mal "unter den Schwanz". Der Hund pflegt sich auch hier in der Regel selbst. Nach Durchfall kann es aber zu Verklebungen kommen, die mit Schwamm und Wasser beseitigt werden müssen.

    Am After des Hundes befindet sich Analdrüse, die beim Kotabsatz ein stark riechendes Sekret absondert. Dies ist die individuelle "Duftnote" jedes einzelnen Hundes. An diesem Geruch erkennen sich die Hunde untereinander. Wenn die beiden Analdrüsenöffnungen längere Zeit verklebt oder nicht funktionsfähig sind, kann es zu einer Überfüllung und Entzündung der Analdrüse kommen. Der Hund versucht durch "Schlittenfahren" die Analdrüse wieder zu öffnen, was ihm nur selten gelingt. Ein Entleeren der Analdrüse durch den Tierarzt ist notwendig.

    Halten Sie den After des Hundes immer sauber und durch gelegentliches Einfettem mit Vaseline geschmeidig. Wenn der Hund durch falsche Fütterung über längere Zeit einen zu weichen Stuhl absetzt, wird die Analdrüse auch nicht ausreichend entleert.

    Kotabsatz:

    Der Kot des Hundes sollte in festen, kompakten nicht zu harten Würstchen abgesetzt werden. Bei länger anhaltendem Durchfall, auch in Verbindung mit Blut im Stuhl, Erbrechen und oder Fieber, suchen Sie bitte den Arzt auf.

    Bei einmaligem Durchfall ohne Blut oder Fieber, setzen Sie einen Tag mit der Fütterung aus und geben dem Hund nur schwarzen Tee zu trinken. Es muss gewährleistet sein, dass der Hund an kein anderes Wasser herankommt. Überlegen Sie, ob Ihre Fütterung den Durchfall verursacht hat.

    Bei Verstopfung ist in der Regel die Knochenfütterung schuld. Ein Einlauf würde helfen, aber wenn Sie es nicht zutrauen, dann müssen Sie spätestens am dritten Tag zum Tierarzt, der den Knochenkot durch den After herausholen muss.


    Das Wissen um das normale Verhalten des gesunden Hundes wird die ernste Erkrankung des Hundes durch sein verändertes Ver halten sofort erkennen lassen.